08. bis 13. September 2005

Erster MEISTERKURS an der renovierten und in diesem Zusammenhang zurückgebauten, romantischen Furtwängler & Hammer Orgel von 1899 in St. Nicolai, Lüneburg unter der Leitung von Prof. Christoph Bossert / Würzburg

Das Programm

Do 08.09.05 15.00 Eintreffen der Kursteilnehmer und interne Besprechung
18.00 offizielle Begrüßung durch St. Nicolai und den Orgelbauverein mit seinem Vorsitzenden Herrn Grohmann. Bekanntmachen mit den Gasteltern der 15 Teilnehmer
20.30 Vorstellung des Kursprogramms
Fr. 09.09.05 09.30 bis 13.00 Kurs
nachmittags persönliches Üben der Kursteilnehmer
abends bis 22.00 Kurs
Sa 10.09.05 09.30 bis 13.00 Kurs
nachmittags Exkursion ins Wendland u.a. zu den barocken Orgelschätzen in Gartow und Trebel, vorgestellt durch Kreiskantor Axel Fischer
So. 11.09.05 10.00 Umrahmung des Gottesdienstes zur Goldenen Konfirmation mit Max Regers Choralfantasie „Halleluja, Gott zu loben“, gespielt von Thorsten Hülsemann
Mo 12.09.05 9.30 bis 13.00 Kurs
nachmittags persönliches Üben der Kursteilnehmer
abends bis 22.00 Kurs
Di 13.09.05 09.30 bis 13.00 Kurs
nachmittags persönliches Üben der Kursteilnehmer
20.00 „Lange Regernacht“

Abschlusskonzert der Teilnehmer des Meisterkurses

TEIL I
Sebastian Küchler spielt Fantasie und Fuge über „Wachet auf, ruft uns die Stimme“
Christian Bischof spielt Choralfantasie op. 40/2 „Straf mich nicht in deinem Zorn“
Martin Gal spielt Variationen und Fuge fis-moll op.73

21.00 Kleiner Imbiss
TEIL II
Mittelgroße Orgelwerke und kleinere Formen

Pressemitteilung St. Nicolai, Lüneburg

„Orgelmusik Anno 1899 – heute so wie damals“

1. MEISTERKURS an der renovierten und in diesem Zusammenhang zurückgebauten, romantischen Furtwängler & Hammer Orgel von 1899 in St. Nicolai, Lüneburg, vom 08. bis 13. September 2005

Lüneburg, den 28. August 2005 – Am Donnertag, den 08. September 2005 um 18.00 Uhr beginnt in St. Nicolai, Lünerstr. 15, 21335 Lüneburg, der 1. Meisterkurs an der renovierten und in diesem Zusammenhang zurückgebauten, romantischen Furtwängler & Hammer Orgel. Er dauert bis zum 13. September 2005. Die Leitung hat Prof. Christoph Bossert. Die 15 Teilnehmer kommen aus dem In- und Ausland. Unter diesen jungen Menschen sind einige bereits mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Prof. Christoph Bossert ist Kirchenmusikdirektor und ebenfalls Träger zahlreicher nationaler und internationaler Preise.

Schon im Anschluss an die Orgeleinweihung in St. Nicolai erwog Prof. Bossert die Idee, an dieser 1999 – 2002 nach strengen denkmalpflegerischen Gesichtspunkten restaurierten und in diesem Zusammenhang zurückgebauten Orgel einen Meisterkurs zu geben, um so jungen Künstlern die Möglichkeit zu geben, das gigantische Orgelwerk Regers an einem Original-Instrument authentisch erleben und realisieren zu können.

Dazu bietet die Nicolai-Orgel, die mit der ebenfalls spätromantischen Verdener Dom-Orgel das bedeutendste Instrument dieser Epoche darstellt, eine ideale Plattform. Die hohe künstlerisch-klangliche und nicht zuletzt technische Leistung der Orgelbaufirma Lenter aus Löchgau, Baden-Würtemberg wurde bereits in vielen Konzerten des "Lüneburger Orgelsommer" demonstriert.

Kontaktadresse:
St. Nicolai, Lünerstr. 15
21335 Lüneburg
Stefan Metzger-Frey
Tel.: 04131 311833
FAX: 04131 2430775
e-Mail:
frey.metzger-frey@t-online.de

Die Mitwirkenden

Professor Christoph Bossert, Orgel

Christoph Bossert wurde 1957 in Schwäbisch Hall geboren. Nach dem Besuch der evangelisch-theologischen Seminare in Maulbronn und Blaubeuren schloß sich 1978 sein Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart an, wo Werner Jacob (Orgel), Kenneth Gilbert (Cembalo), Ulrich Süße und Helmut Lachenmann (Komposition) seine Lehrer waren. Weitere Studien folgten bei Luigi Ferdinando Tagliavini in Fribourg/Schweiz (Orgel, Cembalo, Musikwissenschaft).

Christoph Bosserts Lehrtätigkeit führte ihn zunächst an die Musikhochschule Stuttgart (1987-1991) und an die Hochschule für Kirchenmusik in Eßlingen (1987-1992). Seit 1991 ist er Professor für Orgel und Leiter der Studienkommisssion Evangelische Kirchenmusik an der Musikhochschule Trossingen.

Zur intensiven Konzerttätigkeit von Christoph Bossert gehören eine Konzertreise in die USA (1983) und der Orgelzyklus zu Max Reger in Stuttgart und beim Schleswig-Holstein Musikfestival (1987). Als Solist bei bedeutenden Konzertreihen, so in Nürnberg, Kassel, Stuttgart und Haarlem/Niederlande, engagiert er sich besonders für die Aufführung und Interpretation zeitgenössischer Musik. Unter den zahlreichen Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen sind besonders die Arbeit an der Gesamteinspielung der Orgelwerke Max Regers an authentischen Instrumenten (Intercord/EMI) sowie die weltweit erste Einspielung von Bachs "Wohltemperiertem Clavier" an Orgeln des 18. Jahrhunderts beachtenswert. Eine umfassende Veröffentlichung zu Bachs "Wohltemperiertem Clavier", Teil II, und zum "Dritten Teil der Clavier-Übung" von Christoph Bossert ist im Verlag des Freiburger Musik Forums in Vorbereitung. Als Autor zahlreicher musikwissenschaftlicher Studien und Vorträge ist er ebenso anerkannt wie als Komponist im Auftrag von Rundfunkanstalten und renommierten Festivals.

In ausgedehnten Studienreisen, Publikationen und Beratungstätigkeiten, so derzeit für die Rekonstruktion der Johann-Andreas-Silbermann-Orgel in der Villinger Benediktinerkirche, setzt sich Christoph Bossert intensiv mit den historisch gewachsenen Klangstilen der europäischen Orgellandschaften, insbesondere im ehemals deutschsprachigen Kulturraum, auseinander. Christoph Bossert ist Initiator der 1. Internationalen Woche für Neue Orgelmusik Trossingen 1997 mit ihren Folgeveranstaltungen sowie der Orgelfesttage Bad Wimpfen.

Christoph Bossert wurden zahlreiche Auszeichnungen zuteil, darunter der 1. Preis beim Wettbewerb der Internationalen Orgelwoche Nürnberg (1979), der Preis der Rotary-Stiftung Stuttgart (1981), der Preis des Lili Boulanger Memorial Fund Inc., Boston (1989) und der Ivan-Lukacic-Preis, Varazdin/Kroatien (1992). 1998 wurde er zum Kirchenmusikdirektor ernannt.


Thorsten Hülsemann, Orgel

Thorsten Hülsemann ist zur Zeit Student an der Musikhochschule in Lübeck und bereitet sich auf das A-Examen vor. Zusätzlich zu seinen Studium nimmt er Orgelunterricht bei Matthias Eisenberg.


Christian Bischof, Orgel

Christian Bischof, geboren 1982 in Kötzting/Oberpfalz, einst Sänger am Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen, war bereits mit 13 Jahren als Organist tätig und erhielt ersten Orgelunterricht in Bamberg. 2000 war er Bundespreisträger beim Wettbewerb „Jugend Musiziert“ in Berlin.

Nach dem Abitur begann er 2002 das Studium der Fächer Kirchenmusik A und als Hauptfach Orgel an der Hochschule für Musik in Würzburg bei Prof. Dr. Zsolt Gárdonyi.

Weitere interpretatorische Impulse erhielt er auf verschiedenen internationalen Meisterkursen.

2000-2004 war er nebenamtlicher Kirchenmusiker der Pfarrei St. Kunigund in Bamberg. Weiterhin leitet er dort die Konzertreihen. Seit Oktober 2004 ist er als Musikalischer Assistent und zweiter Organist an der Stiftsbasilika St. Martin in Landshut tätig.


Sebastian Küchler-Blessing, Orgel

Der 18jährige Sebastian Küchler-Blessing, der beim Bundeswettbewerb "Jugend Musiziert" im Fach Orgel und Klavier die Höchstpunktzahl errang, spielte bereits auf bedeutenden Orgeln aller Epochen in Deutschland, Polen, Slowenien und Österreich. Nun meisterte er auf Sylt.